Donnerstag, 9. Mai 2019

Lehm ein wunderbarer Baustoff

Wieder Richtung Atlas
Mit dem Hotel hatten wir Glück. Alles war gut, besonders die Lage im Palmenhain. Mit einem guten Frühstück im Bauch fuhren wir die N 9 nach Ouarzazate im Hohen Atlas. Es ging den Dades flussaufwärts.

 Erstaunlich, wie grün und fruchtbar unterirdisches Wasser die Landschaft gestaltet. Bergformationen, die aussehen als seien Schichten von wärmer Schokolade übereinander gegossen worden.

Es verwittert und gibt der Wüste staubige Nahrung. Zum Mittag ist die Luft so aufgeheizt, dass kleine Staubwirbel sich wie tanzende Derwische in die Luft erheben. Das Moppedfahren wird dann anstrengend. Energische Lenkbewegungen verhindern, dass man auf die Gegenfahrbahn gedrückt wird.
In der Kasbah Tiffoultoute finden wir schnell ein Hotel. Wir hängen ein wenig ab, Ehe wir zur Besichtigung der Lehmburg aufbrechen. Ursprünglich waren es freistehende Sippenburgen. Es ging um die Verteidigung des Leben spendenden Wassers. 


Wehrtürme überragen die Häuser. Alles ist aus gestampftem Lehm, dem  Steine und Stroh beigemengt würden gefertigt. In den Räumen ist es angenehm kühl. Das Baumaterial erhält man um die Ecke, es kostet nichts. Wenn es verfällt, Bedarfs es keiner aufwendigen Abfallbeseitigung. Es vergeht wie das Leben. Erinnerungssteine werden zu Haufen und bald ist Gras oder besser noch eine Palme darauf gewachsen.  Heftige Regenfälle können bereits angegriffenen Flächen schaden. Der Erhaltungsaufwand ist groß. Diese Kasbah ist Weltkulturerbe und wird restauriert.

Morgen reisen wir zum Start des alljährlichen Rosenfestes nach El Kelaam M'Gouna.
Klaus muss getröstet werden, weil sein Mopped immer mal wieder ausgeht.

Das Laden der Bilder daert wieder so lange, dass ich Ursachenforschung betreiben muss.

1 Kommentar:

Jochen hat gesagt…

Wir fahren so, dass immer Respekt unter den Reifen bleibt.
Hallo Rüdi und all die anderen alten....
Diese Einsicht scheint mir angesichts der Beschreibung eurer Straßen Verhältnisse genau richtig. Mit dem Auto kann man sich immer noch behelfen wenn man Wüsten Bretter mit führt die dann immer alle fünf Meter wieder vor das Fahrzeug geschoben werden. Jaja die Erkenntnis dass in deinem Alter die Abenteuer überschaubarer sein sollten ist absolut richtig. Natürlich kribbelt es immer aber letztendlich ist der Sand stärker bzw der Wind und der Sand stärker als die Mopeds.
Alle Berichte sind sehr interessant und auch spannend zu lesen. Auch wie ihr leider das Rosenfest verpasst habt weil das Internet euch eine Falschinformation hat zukommen lassen. Ebenso scheint mir die Fahrt durch das Atlasgebirge hochinteressant gewesen zu sein so dass man das Gefühl hat teilweise selbst dabei sein zu können.
Viele Grüße aus Berlin wo wir seit Samstag wieder sind.
Dir und allen Mopedfahren wünschen wir noch weitere gute Tage und erlebnisreiche Stunden in Marokko.
Jochen und Brigitte

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