Über einen dieser wunderbaren Hotelanbieter hatten wir ein für Fes preiswertes Hotel 0,4 km von der Altstadt entfernt gebucht. Auch wegen der Moppeds, die wir gerne in der Nähe haben. Die 120 km
bis dorthin fuhren wir gemütlichen und entspannt bis vor ein Tor zur Altstadt. Auf der Einfahrtsstraße zur Medina hielten uns junge Männer mit gelben Westen an. Auf den Parkplatz fahren geboten sie uns. Nein, nein, wir haben ein Hotel mit Zufahrt gebucht. Sie verstanden nicht. Der Boss kam und erklärte, mit dem Motor ist das Befahren der alten Stadt unmöglich. Zu eng, zu steil, zu treppig. Er könne uns aber die Moppeds sicher in seiner Garage verwahren. Fünf € für alle handelten wir aus. Dann kam noch ein junger Mann mit einer zweirädrigen Karre. Ein Eisenkäfig mit ausgedienten Mopedräder rechts und links und einer Stange zum Schieben. Wie sich später herausstellte, neben dem Esel ein beliebtes Transportmittel in den holprigen Gassen der Medina. Das Hotel verstecke sich hinter einem schmalen Gasseneingang.
Die schwarze dicke alte Holztür zwang zum Bücken. Noch einmal in schmalen Gang um die Ecke, dann standen wir im Innenhof. Ein Mosaikboden, in dem die Blautöne vorherrschten spiegelte den Himmel wider, der sich im Viereck der hohen Hofmauern zeigte. Wasser unterstrich die Beudeutung des Anwesens. Ein Wandelgang wurde durch zwei großzügige Räume unterbrochen. Darüber umringte das Geviert ein weiterer Rundgang über den wir auch unser Zimmer erreichten.
Die Wanderung durch die Medina dauerte viereinhalb Stunden. Sie scheint Jahrzehnten unverändert.
Schwerpunktviertel ordnen sich nach Schuhen, Gemüse und Lebensmittel, Kleidung, Silberwaren, Kupferschmieden und anderen Handwerken. In manchmal nur sechs Quadratmeter engen Räumen sitzen Männer an Nähmaschinen. Andere sind auf einem Tisch sitzend über Stickereien gebeugt. Goldglänzende Fäden werden in Mustern auf hellem Stoff gebannt. Die Anmacherei hält sich in Grenzen. Wir bummeln unbeschwert. Mauern sind mit dicken Polstern aus Sandsäcken abgestütz. Zimmereikonstruktionen verhindern, dass gegenüber liegende Mauerwände aufeinander stürzen. Gassen so schmal, dass nur eine Person hinein passt. Lehmzigel und Naturstein bilden die Umhüllung der Stuben und Höfe.
Vom Dach eines Lederwarengeschäftes blicken wir in das Gerberviertel. In gemauerte Gerberbottichen ruht die Gerberloher. Aufgelösten Taubendung sei ein Urmittel der Lederherstellung. In runden Steinwannen sind gelbe, rote und andere Farben gefangen. Ob die giftig sind? Barfüssig laufen Arbeiter auf den Rändern der Zuber. Die Gerüche halten sich dezent zurück.
Klaus wollte die Kunst der Kupferschmiede bewundern. Wir fanden sie. Rhythmisch klopften die geschulten Arbeiter Kupferbleche zu Schalen. Einfache Werkzeuge wie eh und je. Trippelt ein schwer beladener Esel durch die Gasse ist man 50 Jahre zurückgeworfen. Verwunderlich, dass hier immer noch mit einfachsten Mitteln Brot erworben wird, ohne dabei den Blick vom Handy zu lassen. In den Cafés sitzen Männer, Frauen sind eher mit den Kindern beschäftigt.
Der Besuch der großen Moschee war nur Kudret möglich. Ungläubigen ist der Zutritt verwehrt. Die Gassenvielfalt gestaltet viele ungewohnte Sichten an denen wir uns erfreuten. Es blieb ein Staunen, wie einfach gelebt werden kann.
Klaus beeindruckten der Reichtum der Gerüche, die vielen glitzernden Dinge und die Kupfertreiber. Kudret sprechen die Düfte der Speisen an. Würzige Aromen schnüffelnd spazierte er an den Garstuben vorbei. Mich spricht immer wieder die Verwinkelung der Mauerlinien an und wie auf engstem Raum tolle Dinge hergestellt werden. Beim Abendessen fanden wir, dass wir bisher gut gereist sind und wünschten uns weitere gute Tage.
bis dorthin fuhren wir gemütlichen und entspannt bis vor ein Tor zur Altstadt. Auf der Einfahrtsstraße zur Medina hielten uns junge Männer mit gelben Westen an. Auf den Parkplatz fahren geboten sie uns. Nein, nein, wir haben ein Hotel mit Zufahrt gebucht. Sie verstanden nicht. Der Boss kam und erklärte, mit dem Motor ist das Befahren der alten Stadt unmöglich. Zu eng, zu steil, zu treppig. Er könne uns aber die Moppeds sicher in seiner Garage verwahren. Fünf € für alle handelten wir aus. Dann kam noch ein junger Mann mit einer zweirädrigen Karre. Ein Eisenkäfig mit ausgedienten Mopedräder rechts und links und einer Stange zum Schieben. Wie sich später herausstellte, neben dem Esel ein beliebtes Transportmittel in den holprigen Gassen der Medina. Das Hotel verstecke sich hinter einem schmalen Gasseneingang. Die Wanderung durch die Medina dauerte viereinhalb Stunden. Sie scheint Jahrzehnten unverändert.
Schwerpunktviertel ordnen sich nach Schuhen, Gemüse und Lebensmittel, Kleidung, Silberwaren, Kupferschmieden und anderen Handwerken. In manchmal nur sechs Quadratmeter engen Räumen sitzen Männer an Nähmaschinen. Andere sind auf einem Tisch sitzend über Stickereien gebeugt. Goldglänzende Fäden werden in Mustern auf hellem Stoff gebannt. Die Anmacherei hält sich in Grenzen. Wir bummeln unbeschwert. Mauern sind mit dicken Polstern aus Sandsäcken abgestütz. Zimmereikonstruktionen verhindern, dass gegenüber liegende Mauerwände aufeinander stürzen. Gassen so schmal, dass nur eine Person hinein passt. Lehmzigel und Naturstein bilden die Umhüllung der Stuben und Höfe.
Vom Dach eines Lederwarengeschäftes blicken wir in das Gerberviertel. In gemauerte Gerberbottichen ruht die Gerberloher. Aufgelösten Taubendung sei ein Urmittel der Lederherstellung. In runden Steinwannen sind gelbe, rote und andere Farben gefangen. Ob die giftig sind? Barfüssig laufen Arbeiter auf den Rändern der Zuber. Die Gerüche halten sich dezent zurück.
Klaus wollte die Kunst der Kupferschmiede bewundern. Wir fanden sie. Rhythmisch klopften die geschulten Arbeiter Kupferbleche zu Schalen. Einfache Werkzeuge wie eh und je. Trippelt ein schwer beladener Esel durch die Gasse ist man 50 Jahre zurückgeworfen. Verwunderlich, dass hier immer noch mit einfachsten Mitteln Brot erworben wird, ohne dabei den Blick vom Handy zu lassen. In den Cafés sitzen Männer, Frauen sind eher mit den Kindern beschäftigt.
Der Besuch der großen Moschee war nur Kudret möglich. Ungläubigen ist der Zutritt verwehrt. Die Gassenvielfalt gestaltet viele ungewohnte Sichten an denen wir uns erfreuten. Es blieb ein Staunen, wie einfach gelebt werden kann.
Klaus beeindruckten der Reichtum der Gerüche, die vielen glitzernden Dinge und die Kupfertreiber. Kudret sprechen die Düfte der Speisen an. Würzige Aromen schnüffelnd spazierte er an den Garstuben vorbei. Mich spricht immer wieder die Verwinkelung der Mauerlinien an und wie auf engstem Raum tolle Dinge hergestellt werden. Beim Abendessen fanden wir, dass wir bisher gut gereist sind und wünschten uns weitere gute Tage.


1 Kommentar:
Hallo Rüdi
Dein Bericht über Fes fand ich sehr interessant. Ich hoffe die Moppeds waren am nächsten Tag noch da.
Ich kann mich noch gut an Fes erinnern. Ich war 1977 da und hatte dort in einem alten, tollen hotel übernachtet.
Gute Fahrt weiterhin mit euren Moppeds 🏍. Grüße aus Salona.
Jochen
Kommentar veröffentlichen