Die Gesprächsthemen ändern sich. Wie wird das Wetter in Italien sein, kommen wir trocken nach Hause? Ist der Sekt schon kalt gestellt?
Wie organisieren wir die Hafeneinfahrt mit der Kontrolle? Wann sollten wir dort sein...
Der Atlantic schickte seine Wellen rhythmisch an die felsig sandige Küste. Das ständige Schlagen und Schäumen wiegte uns in den Schlaf. Die Strecke nach Chefchauen ist lang, Frühes Aufstehen bringt Vorteile. Von Skhirat führt eine kleine Straße zur R 404 bis Khemisset. Die N 6, windet sich durch eine ganz wunderbare Landschaft und bringt uns bis Meknes. Wir sehen noch einmal das eindrucksvolle Stadttor in der langen und dicken Mauer. Von dort zeigt die Landesstraße N 13 nach Norden. Sieben einhalb Stunden reine Fahrzeit.
In den ersten fünf Stunden, hatte ich noch Kraft für Landschaftsbetrachtungen. Die Ausläufer des Rifgebirges bringen Wasser in das fruchtbare Land. Schon bald, nach dem wir die Küste des Ozeans verlassen hatten, beherrschten Getreidefelder das weite Land. Die Kornkammer Marokkos. Ungefähr sämtliche Mähdrescher Marokkos müssten wir überholen, so intensiv würde geerntet.
Sanfte Hügel, hin und wieder Lichter Wald,
begleiten uns. Brücken führen über wasserarme Gründe von Flüssen. Die Farben der kleineren Felder changieren zwischen weißgrau, rotbraun und gebrantem Umbra. Dazwischen grüne Hecken, geziert von rosa und violetblauen Blüten. Ein grünes Land zu dieser Zeit. Und doch, kein einfaches Land. An Wasserbecken stehen Esel. In die großen Kanister an ihren Seiten wird Waser geschöpft. Sie laufen mit der kostbaren Last nach Hause. Wie weit wird das sein?
Irgendwann wird es ungemütlich. Zu viele Kilometer, zu lange im Sattel. Dem Hintern ist es zu viel. Er wehrt sich, ruckeln, aufstehen, vor und zurück rutschen, irgendwann hilft nichts mehr. Da hilft auch keine liebliche Landschaft.
Kudret hat eine Übernachtung vorgeschlagen. Am Ortsrand auf dem Berg. Schöne Aussicht über Chefchauen. Wir diskutieren mit Saladin den Preis, kein WiFi, keine Handtücher, beschränktes Bettzeug. Er verspricht Frühstück aus eigener Herstellung: Olivenöl, eingelegte Oliven, Frischkäse vom Schaf, Brot, Kaffe, Tee, Orangensaft...ich habe das Gefühl, dass er seinen neuen Bau abzahlen muss. Im Erdgeschoss schlafen die Schafe, so schlecht kann es nicht sein. Wir bleiben.
Stadtbummel in der "blau weißen Stadt"l und letzte Einkäufe. Klaus lässt sich das Haupthaar und den Bart stutzen. Frauen backen in einem Lehmofen Brot. Sie lassen uns nach ein wenig Zögern zuschauen und schenken uns ein Fladenbrot. Ich bedanke mich mit gepflückten Blumen.
Wir sind gut vorbereitet.
Wie organisieren wir die Hafeneinfahrt mit der Kontrolle? Wann sollten wir dort sein...
Der Atlantic schickte seine Wellen rhythmisch an die felsig sandige Küste. Das ständige Schlagen und Schäumen wiegte uns in den Schlaf. Die Strecke nach Chefchauen ist lang, Frühes Aufstehen bringt Vorteile. Von Skhirat führt eine kleine Straße zur R 404 bis Khemisset. Die N 6, windet sich durch eine ganz wunderbare Landschaft und bringt uns bis Meknes. Wir sehen noch einmal das eindrucksvolle Stadttor in der langen und dicken Mauer. Von dort zeigt die Landesstraße N 13 nach Norden. Sieben einhalb Stunden reine Fahrzeit.
In den ersten fünf Stunden, hatte ich noch Kraft für Landschaftsbetrachtungen. Die Ausläufer des Rifgebirges bringen Wasser in das fruchtbare Land. Schon bald, nach dem wir die Küste des Ozeans verlassen hatten, beherrschten Getreidefelder das weite Land. Die Kornkammer Marokkos. Ungefähr sämtliche Mähdrescher Marokkos müssten wir überholen, so intensiv würde geerntet.
Sanfte Hügel, hin und wieder Lichter Wald,
begleiten uns. Brücken führen über wasserarme Gründe von Flüssen. Die Farben der kleineren Felder changieren zwischen weißgrau, rotbraun und gebrantem Umbra. Dazwischen grüne Hecken, geziert von rosa und violetblauen Blüten. Ein grünes Land zu dieser Zeit. Und doch, kein einfaches Land. An Wasserbecken stehen Esel. In die großen Kanister an ihren Seiten wird Waser geschöpft. Sie laufen mit der kostbaren Last nach Hause. Wie weit wird das sein?
Irgendwann wird es ungemütlich. Zu viele Kilometer, zu lange im Sattel. Dem Hintern ist es zu viel. Er wehrt sich, ruckeln, aufstehen, vor und zurück rutschen, irgendwann hilft nichts mehr. Da hilft auch keine liebliche Landschaft.
Kudret hat eine Übernachtung vorgeschlagen. Am Ortsrand auf dem Berg. Schöne Aussicht über Chefchauen. Wir diskutieren mit Saladin den Preis, kein WiFi, keine Handtücher, beschränktes Bettzeug. Er verspricht Frühstück aus eigener Herstellung: Olivenöl, eingelegte Oliven, Frischkäse vom Schaf, Brot, Kaffe, Tee, Orangensaft...ich habe das Gefühl, dass er seinen neuen Bau abzahlen muss. Im Erdgeschoss schlafen die Schafe, so schlecht kann es nicht sein. Wir bleiben.
Stadtbummel in der "blau weißen Stadt"l und letzte Einkäufe. Klaus lässt sich das Haupthaar und den Bart stutzen. Frauen backen in einem Lehmofen Brot. Sie lassen uns nach ein wenig Zögern zuschauen und schenken uns ein Fladenbrot. Ich bedanke mich mit gepflückten Blumen.
Wir sind gut vorbereitet.



2 Kommentare:
Schöne Impressionen. Gute Erinnerung an die eigenen werten Rückseiten, die nach langem Ritt schmerzen. Kommt gut heim und wahrscheinlich hören wir nochmal von Euch zur Fährenüberfahrt - hoffen, dass auch dort alles gut klappt
herzliche Grüße von Daniela und Martin
.... zu zweit im Sattel : mein Wolf und ich ...
Gute Rückfahrt ; und hoffentlich nicht im Stehen !
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