Samstag, 27. April 2019

Eine Seefahrt die ist mit essen verbunden, im Rifgebirge weht ein strammer Wind

Es ist ein Segen, vieles ist internationaler geworden. Z.B Cu. die Einreiseformalitäten. Das Schiff brachte uns von Genua nach Barcelona und von dort weiter nach Tanger. Ab Tanger bot die marokkanische Polizei und der Zoll drei
Vor dem Schiffsbauch


Medina, abendliche Gasse
Anbfertigungszeiten im Kinosaal des Schiffes an. Alles ging ruckzuck und wir hatten Stempel im Pass und eine Kleine Karte für das Mopped vom Zoll. An der Hafenausfahrt wurde in das Reisedomument geschaut und die Zollkarte mit dem Kennzeichen verglichen. Schon war alles erledigt und wir in Marokko. Aber nun doch etwas der Reihe nach.

In Rozzano bei Mailand hatten wir eine nette Unterkunft. Die Heizung trocknete unsere Sachen bis zum nächsten Morgen.  Mit den gut entwässerten Moppedklamotten ging es gegen acht Uhr auf die Mautobahn Richtung Genua. Anfänglich noch ganz gerade, später aber, vom den Gebirgsausläufern hinunter zum Meer, war es eine rasante Bahn. Durch enge Täler, an sprudelnden Wasserläufen entlang, vorbei an bewaldeten Hängen, die sich durch kleine ockerbraune Dörfer lockerten, ging es dem Fährhafen entgegen. Ein wunderbarer Ritt. Weil wir die Abfahrt zur Fähre verfehlten, legten wir eine Ehrenrunde ein und sahen ein wenig von der Altstadt Genuas. Vor dem Schiffsmaul waren rund 80  Moppeds bereit, auf die Fähre zu rollen. Alles ging gut. Wir bekamen unsere Kabine und die Essensmarken für die Vollverpflegung. Die Verpflegung war wichtig, denn mit dem Essen kann man gut die Zeit überbrücken.
Über dem Schiff bläut sich der Himmel. Ein kalter Wind wirbelt über das Schiff und gefror das Sonnenbaden. Immer wieder tauchte an Steuerbord Land auf. Über dem Festland schwebten weiße flache Wolkenbänder. Ihre Unterseiten hatten das Dunkel des Meeresblaus aufgesogen. Sie sind ein Schutzwall gegen Meeresungeheuer.
Man huckt zusammen. Kudret erzählt von seinen Erlebnissen auf hoher See. Klaus ein wenig vom Dienst in Afghanistan. "Gibt es einen Gott, kann man an ihn glauben, war eine ernste Frage. Die Meinungen reichten von "gibt es nicht" bis "ja, da gibt es etwas." Das Gespräch bleibt bei einem ersten Abtasten, wir kennen uns noch nicht genug, um heftig über diese Fragen zu sprechen. Wir kommen mit anderen ins Gespräch über Moppeds und Reiserouten. Das ist immer gut.
Bevor wir das Schiff verlassen durften, war Geduld gefordert. Endlich in Marokko.
Bis nach Tetuan wollen 57 km gefahren werden. Kudret fährt vor und sucht eine schöne Bergstraße durch die Anfänge des Rifgebirges. Das gute Grün der Wiesen ist mit fröhlich bunten Blumenmatten geziert. Gelb und helles Violett geben den Ton an. Dattelpalmen und breitohrige Kakteen zeigen uns den Süden an. Im Hintergrund die Kalkfelsen des Gebirges. Gute 10 km vom Meer entfernt, greift ein giftiger Wind nach uns. Manchmal wird das Kradl einen Meter aus der Spur geblasen.
Das Navi will die Anschrift vom Hotel nicht annehmen. Die analoge Methode des Fragens wirkt Wunder. Zwei junge Leute springen in ihr Auto und führen uns zum Ziel. Tolle hilfsbereite junge Männer. Die Moppeds bleiben in einer Garage vor der Medina, zwischen deren schmalen Gassen das Hotel steckt. Wir können es gelassen angehen.
Eingang zur Medina

Abendessen

2 Kommentare:

Hubert hat gesagt…

Fein, daß ihr heil da seid. Gute Weiterreise und " bonne chance ".

Unknown hat gesagt…

Bei deiner Streckenbeschreibung kann ich mir Gegend und Farben richtig gut vorstellen. Freue mich, dass es euch gut geht.

Abschied von Marokko

Wir sind gut bis zum Schiff gekommen. Müssen noch lange warten, bis es los geht. Ein Bootsfahrt die ist lustig... Wir sind noch bis Don...